Pfarre Krems St. Paul

weiterwissen.atDas Katholische Bildungswerk Krems ist Teil des KBW der Diözese St.Pölten (www.kbw-bildung.at) und besteht aus VertreterInnen der Kremser Pfarren, die mit Unterstützung der Diözesanstelle ein  eigenverantwortliches Bildungsprogramm gestalten.

Das Ziel ist die  Erwachsenenbildung, wobei die  Verzahnung von globalen Entwicklungen und lokalen Herausforderungen ein besonderes Anliegen ist.
Vorurteilsfreie Auseinandersetzung mit verschiedenen Weltbildern und Spielarten von Solidarität ist das Anliegen der lokalen Bildungswerke, die Räume für Begegnungen ermöglichen, um Eigenes zu verstehen,  Fremdes zu entdecken und Gemeinsames zu gestalten.

Hoffnungen, Ängste und Ressourcen der Menschen werden ernst genommen und die TeilnehmerInnen an unseren Veranstaltungen werden ermuntert, gesellschaftspolitische Verantwortung aus dem Geist der katholischen Soziallehre zu übernehmen, um eine solidarische Gesellschaft zu schaffen.

Wir sind nicht auf Erden, um ein Museum zu hüten, sondern einen Garten zu pflegen, der von blühendem Leben strotzt und für eine schöne Zukunft bestimmt ist. (Papst Johannes XXIII.)

Zwischen Ärger und Zuversicht
Die vielne Flüchtlinge machen uns besorgt

Paul MIchael Zulehner

Termin: 15. März 2017, 19.00 Uhr
Ort: Krems St. Veit, Pfarrplatz 5, 3500 Krems
Teilnahmebeitrag: EUR 10,--, für Jugendliche frei
Paul Michael Zulehner140.000 schutzsuchende Menschen sind inzwischen in Österreich angekommen. Viele haben schon Asyl bekommen oder werden es noch erhalten. Es ist eine historische Herausforderung für Europa und darin unser Land, sie in unser gesellschaftliches Leben zu integrieren. Viele haben Angst, dass wir das nicht schaffen. Oder doch?
Welche Einstellungen und Haltungen gehen mit der jeweiligen Gefühlslage einher? Es zeigt sich, dass Ärger mit Abwehr, Zuversicht mit Einsatz einhergeht. Die einen helfen, die anderen hetzen.
Wie können Menschen in ein und derselben „Realität“ zu solch unterschiedlichen Gefühlslagen kommen? Es sind vielfältige Ängste, die dabei eine Rolle spielen. Angst prägt unsere Gesellschaft. Wir sind eine Culture of Fear geworden (Frank Furedi, Dominique Moisi, Heinz Bude). Diese Angst aber entsolidarisiert. Und das in einer Zeit, in der es um des Friedens und Zusammenhalts willen ein hohes Maß an belastbarer Solidarität braucht.
Welche Wege aber gibt es aus der Angst? Eines ist sicher: der moralische Appell hilft nicht. Schon eher eine entängstigende Politik, eine breite politische und interreligiöse Bildung, eine Kultur der Begegnung. Vielleicht gelingt es, aus dem Gefühlslager des Ärgers und der Abwehr einige „herauszulieben“ in Richtung rationaler Besorgnis, die zu einer Politik führt, in der Gesinnung und Verantwortung einander befruchten.
Manche meinen, man müsse das christliche Abendland retten. Ich halte dagegen: „Rettet das Christliche im Abendland!“

Jetzt Zeit - Kunst und Spiritualität

Leo Zogmayer, Akio Suzuki & Hiromi Miyakita

Termin: 1. April 2017, 10.00 Uhr
Ort: Klangraum Krems Minoritenkirche
Teilnahmebeitrag: EUR 16,-- / 14,--

Akio Suzuki & Hiromi MiyakitaLeo ZogmayerUm eine „radikale Öffnung“ in das Unmessbare und um „Einsicht in die wirkliche Wirklich-keit“ geht es dem Kremser Raumkünstler Leo Zogmayer sowohl in der Kunst als auch in der Religion. In einem Vortrag wird Zogmayer erstaunliche Affinitäten von Ästhetik und Spiritu-alität aufzeigen. Wie sich Klang im Raum auf Zeit auswirkt, werden der japanische Klangar-chitekt Akio Suzuki auf dem von ihm erfundenen Instrument Analapos und die Tänzerin Hi-romi Miyakita in einer Performance hörbar machen: „Durch das Echo wird die Vergangenheit zur Gegenwart.“

In Kooperation mit dem Klangraum Minoritenkirche

Evangelisch versus katholisch - das ist Brutalität!?
Krems im Konfessionellen Zeitalter

Mag. Dr. Johannes Kritzl

Termin: 6. April 2017, 19.00 Uhr
Ort: Krems St. Paul, St. Paul-Gasse 1, 3500 Krems
Teilnahmebeitrag: EUR 10,--, für Jugendliche frei
Mag. Dr. Johannes KritzlKrems ist um 1590 eine nahezu protestantische Stadt: Sowohl die Bürgerschaft als auch der Stadtrat sind begeisterte Anhänger der evangelischen Bewegung. Viele geben an, in der Augsburger Konfession aufgewachsen zu sein und aus Gewissensgründen nicht davon abweichen zu können. Da Krems aber eine landesfürstliche Stadt ist, setzt gerade hier die Obrigkeit an: Mit unterschiedlichen Methoden, die man mit "Zuckerbrot und Peitsche" umschreiben könnte, soll Krems katholisch werden. Dies geschieht jedoch mit teils heftiger Gegenwehr der evangelischen Bevölkerung, besonders gegen den "Generalreformator" Melchior Khlesl. Im Zuge der Auseinandersetzung verlor die Stadt 1593 ihre sämtlichen Privilegien. Mit Vehemenz versuchten unterschiedliche katholische Parteien, die sich oft selbst nicht grün waren, die Katholisierung der Stadt voranzutreiben - mit Erfolg im Lauf der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, sodass Krems rund 70 Jahre später eine nahezu katholische Stadt ist. Der Vortrag geht der wechselvollen Geschichte der Stadt Krems im Konfessionellen Zeitalter nach und stellt die Frage, ob die gegenseitigen Anfeindungen und Verletzungen dieser Zeit bis heute trennend wirken (müssen) oder in der Kraft der Vergebung die Hoffnung für ein versöhntes Miteinander liegen kann.

Evangelisch versus katholisch - das ist Brutalität!?
Krems im Konfessionellen Zeitalter

Zusammengestellt und komponiert von Stefan Alkier, vorgetragen von Barbara Auer, Peter Lohmeyer und Peter Schröder, musikalisch begleitet von dem Trio „Echoes of Scripture“

Termin: 7. Mai 2017, 18.00 - 21.00 Uhr
Ort: Evangelische Kirche Krems, Martin Lutherplatz, 3500 Krems
Zentrale Erzählungen der Bibel in verschiedenen Übersetzungen, Übergangstexte und die musikalischen Interpretationen des Trios „Echoes of Scripture“ bringen die Geschichte Gottes mit seinen Geschöpfen neu zur Sprache. Die „Nacht der Bibel“ wurde von Stefan Alkier zu-sammengestellt und komponiert.
Eine Fülle von biblischen Groß- und Kleinsterzählungen stellen die Geschichte des Schöpfers mit seinen Geschöpfen dar als eine Geschichte, die neu zu denken ermöglicht. Vom ersten Buch Mose bis zur Johannesapokalypse, von der Schöpfung bis zur Neu-Schöpfung kommen grundlegende Texte der ganzen Schrift zur Sprache, die erzählen, was bisher geschah und was man noch getrost erwarten kann. Stefan Alkier, Professor für Neues Testament am Fachbe-reich für Evangelische Theologie der Goethe-Universität Frankfurt am Main, hat die Nacht der Bibel entworfen, die den Zusammenhang der biblischen Bücher des Alten und Neuen Testaments als große Erzählung erschließt.
Die durch die Verknüpfung ausgewählter Bibeltexte entstehenden Erzählsequenzen werden musikalisch interpretiert von dem Trio „Echoes of Scripture“, das eigens für die Nacht der Bibel gegründet wurde (Stefan Alkier, Gitarre; Thomas Alkier, Schlagzeug; Walfried Böcker, Kontrabass) Thomas Alkier ist Professor für Schlagzeug und Rhythm Section Training der Folkwang-Universität Essen und einer der renommiertesten Schlagzeuger Europas. Walfried Böcker ist seit Jahrzehnten eine treibende Kraft in der deutschen Jazzszene. Das Trio spielt Eigenkompositionen, die mit den biblischen Erzählsequenzen interagieren.
Die sprachliche Vielfalt der Bibel findet ihren Niederschlag in den unterschiedlichen Bibel-übersetzungen von Luther, Neuer Zürcher, Buber/ Rosenzweig, Kinderbibeln u.a. Die aus Film und Fernsehen bekannten Schauspieler Barbara Auer und Peter Lohmeyer bringen die Bibel mit Hilfe dieser Übersetzungen als ein Gesamtwerk neu zum Sprechen. Peter Schröder vom Frankfurter Schauspielhaus verbindet und kommentiert die biblischen Texte mittels von Stefan Alkier verfasster Passagen. Durch den so wahrnehmbaren Zusammenhang werden neue Wege des Hörens und Verstehens biblischer Geschichten eröffnet. Die Musik gibt Raum zum Nachsinnen.
Die Nacht der Bibel wurde mit großem Erfolg erstmals 2014 in Frankfurt am Main anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Goethe-Universität aufgeführt in Zusammenarbeit des Fachbe-reichs Evangelische Theologie und der Stiftung der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau.
Die Reformation hat die Bibel dem Volk wieder gegeben. Aus einer unverständlichen, frem-den Schrift wurde ein schöpferisches Sprachereignis, das allen zugänglich sein sollte. Seit dem 2. Vatikanischen Konzil ist auch in der Römisch-Katholischen Kirche die Bibellesung in der jeweiligen Landessprache zur Selbstverständlichkeit geworden. Die Nacht der Bibel möchte dieses inspirierende Sprachereignis, die Urkunde christlichen Glaubens und die Quelle künstlerisch-kulturellen Schaffens für alle neu erlebbar machen, die „Sinn und Geschmack für das Unendliche“ (Friedrich Schleiermacher) haben.

Katholisches Bildungswerk Krems

 

Das Team des KBW Krems:

  • Maria Mayer-Schwingenschlögl (Krems St.Veit, Koordination, Kontakt zur Diözesanstelle)
  • Martin Etzel (Krems St. Paul, Kassier)
  • Hermine Etzel (Krems St. Paul)
  • Werner Friedl (Krems-Stein, Öffentlichkeitsarbeit)
  • Friedl Kaltenbrunner (Krems St. Veit)
  • Gerlinde Hämmerle (Krems St. Veit)
  • Eva Boden (Krems-Lerchenfeld)

Katholisches Bildungswerk Krems

Kontakt:

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