Pfarre Krems St. Paul

Monatsblatt 2019/10

„Halbzeit“ für den Pfarrgemeinderat

Trrrrrrrrr!
„Halbzeit“ für den Pfarrgemeinderat – Wie war unser Einsatz, geschätzte Pfarrgemeinde? Sie sind unser Schiedsrichter! Waren wir eine „faule“ Partie, zeigen Sie uns die gelbe Karte? Was? Gar die rote? Oder meinen Sie: Sapperlot, da habt ihr schon auch Mut gezeigt, habt euch aus der Defensive heraus getraut und auch neue Taktiken nicht unversucht gelassen?

Die Pause in der Halbzeit ist wichtig, zumindest eine fiktive, um zurückzuschauen und aus dem daraus gewonnen Resümee die zweite Halbzeit zu gestalten. Nun ja, helfen Sie uns und geben Sie uns persönliches Feedback! Als stellvertretender Kapitän des Teams darf ich Ihnen zur Meinungsbildung ein bisschen behilflich sein:

Am 19. März 2017 wurde das neue PGR-Team für die nächsten fünf Jahre gewählt. Das Motto dieser Wahl war: „Ich bin da.für“! Da können wir einen mehrfachen Auftrag für den PGR herauslesen:

Zum ersten: „Ich bin da“! Es will uns sagen, lieber gewählter Repräsentant unserer Pfarrgemeinde, zeig dich! Sei da und sei ein Vorbild! Sei da, wenn wir gemeinsam feiern - nicht nur Festtage, sondern auch den Sonntag! Sei da und zeige den Menschen unserer Gemeinde: Es ist schön, mit euch den gemeinsamen Glauben zu leben!

Zum zweiten: „Ich bin dafür“! Ja, als Pfarrgemeinderat muss man auch Verantwortung für die Pfarre und deren Zukunft übernehmen. In mehreren jährlichen Sitzungen wird deshalb einiges beraten und auch beschlossen. Eine zentrale Aufgabe der bereits zweiten PGR-Sitzung war es, Ziele und Ideen zur Umsetzung für diese PGR-Periode zu erarbeiten.

Ein großes Anliegen war hierbei, die Zusammenarbeit mit unseren Schwesterpfarren Lerchenfeld und Rehberg zu forcieren - eine schwierige Aufgabe, wo es noch viel zu tun gibt. Zumindest um Teilnahme an den großen Festen unserer Nachbarn sind wir bemüht. Weitere Akzente sind in Planung.

Gemeinsame Aktivitäten in der Pfarre, aber auch pfarrübergreifend werden gewünscht. Ein guter Startschuss erfolgte mit den Pilgerreisen nach Rom und Israel. Auch um kürzere Ausflüge ist man bemüht. Neben Ausflügen seitens der Senioren wurde auch vom PGR eine Theaterfahrt nach St. Martin/Karlsbach zu unserem ehemaligen Kaplan, heutigen Dechant, organisiert.

Das Bild von Kirche als die „sichere Burg“ wollen wir aufgeben und nicht nur unsere Tore weit öffnen, sondern auch vor die „Burg“-Mauern treten und uns den Menschen in unserem Feiern zeigen sowie den Kontakt zu ALLEN suchen. Was mit dem „Theater vor den Mauern“ begann, wurde mit einer besinnlichen „Adventkranzsegnung“ fortgesetzt und findet noch lange kein Ende: Denn vieles ist auf unserem wunderbaren Kirchplatz, auch „Forum“ genannt, möglich: ob liturgische, musikalische, theatralische, besinnlich-kontemplative oder gemeinschaftsfördernde Feiern, alles kann dort seinen Platz finden - auch wenn es ein Glühweinstand ist, der schon viel Positives bewirkt hat. Nichts sollte unversucht bleiben!

Der vierte große Punkt unserer Ziele sind die Kinder: Wie können wir eine Willkommenskultur für Kinder in unserer Kirche schaffen? Dazu wurde einerseits eine Wohlfühlecke mit Büchern und Kuscheltieren geschaffen. Auch wurden im vergangenen Jahr einmal im Monat ein Kindergottesdienst sowie ein wöchentliches Kindersingen von unserem Pastoralassistenten angeboten. In diesem Punkt hoffen wir besonders auch auf unseren neuen „Kapitän CW (Christoph Weiss)“, der uns durch die zweite Halbzeit führen wird. :-)

Zum dritten: „Ich bin da für“: Wir als Pfarrgemeinde-räte/innen sind nicht nur gefordert im „Dasein“ und „Dafür“ sein, sondern auch im „Dasein für“ eine Sache. D.h. aktiv werden und aktiv sein! Wir wollen nicht nur die Hand heben für etwas, sondern auch aktiv planen und ausführen. Ideelle Projekte müssen auch umgesetzt werden. Sie kosten Zeit und Kraft! Aber sie/Sie sind es uns wert!

Machen Sie sich nun Ihr Bild von uns, liebe Schiedsrichter! Wie haben wir Ihnen gefallen? Pfeifen Sie ruhig, wenn es sein muss. Sagen Sie uns ganz konkret Ihre Anliegen, Freuden und Sorgen. Aber bleiben Sie als Schiedsrichter fair und anständig! Und bitte: Pfeifen Sie uns nicht aus! Denn das macht nur ein respektloses Publikum!

Ihr Mario Flitsch