Pfarre Krems St. Paul

Monatsblatt 2019/02

Fasching - in der Kirche darf auch gelacht werden

Stunden, in denen der Humor waltet, sind so selten, stört sie nicht!

Eine Klosterfrau bittet am Himmelstor um Einlass mit der Begründung, sie sei eine Braut Christi. Petrus greift darauf-hin zum Telefon und ruft den Erzengel Gabriel an: „Weißt du was davon“, fragt er ihn, „dass der Juniorchef heiraten will?“

Ein Handwerksmeister, der in der Voll-kraft seiner Jahre gestorben ist, beschwert sich an der Himmelstür. „Was?“, sagt Petrus erstaunt. „Du willst erst 45 Jahre alt sein? Nach den Arbeitsstunden, die du deinen Kunden berechnet hast, bist du 98. Ein gesegnetes Alter! Komm rein und beschwer dich nicht länger!“

Stoßgebet eines Skeptikers: „Gott, wenn es dich gibt, rette meine Seele, wenn ich eine hab‘!“

„Da sieht man wieder einmal, wie langsam in unserer Kirche alles vorangeht“, sagt ein Messdiener zum anderen. „Seit Jahrhunderten nennt man uns schon Ministranten, aber im Dienst müssen wir immer noch Maxi tragen.“

Eine Dame betritt eine Buchhandlung und sagt: „Ich möchte ein Buch für einen Kran-ken.“ „Etwas Religiöses?“ „Nein, es geht ihm schon besser.“

In Venedig kommt ein armer Mann zum Pfarrer und meldet ihm den Tod seiner Frau. „Wie soll die Beerdigung stattfinden?“, fragt der Pfarrer. „Erster, zweiter oder dritter Klas-se?“ „Ich habe kein Geld“, sagt der Mann. „Also dritter Klasse.“ „Wie geht das denn vor sich?“, erkundigt sich der Mann. „Sarg und Priester in der Gondel, die Trauergemeinde schwimmt.“

Frau Schmitz hat ein außerordentlich gut geschmiertes Mundwerk. Ihr Mann hat das sein Leben lang in christlicher Geduld ertragen. Am Vorabend ihrer goldenen Hochzeit besucht der Pfarrer das Paar und fragt: „Haben Sie einen bestimmten Wunsch, welches Lied morgen zu ihrer Jubelfeier gesungen werden soll?“ „Da gibt es ein Lied, das ich besonders liebe“, sagt Frau Schmitz ohne zu zögern. „Das heißt: O dass ich tausend Zungen hätte…“ „Um Gottes willen!“, unterbricht sie ihr Mann. „Tu mir das nicht auch noch an!“

Im Herbst klettern die Kinder immer wieder in den Obstgarten des Pfarrers und stehlen ihm die Äpfel von den Bäumen. Als dem das zu bunt wird, nagelt er ein Schild an den Zaun mit der Inschrift: „Gott sieht alles!“ Am nächsten Tag steht darunter geschrieben: „Aber er verrät uns nicht.“

„Was müssen wir als Erstes tun, damit uns unsere Sünden vergeben werden?“, fragt der Religionslehrer. Fritzchen weiß es: „Sündigen!“

„Wenn ihr die Leute weiter so behandelt, braucht ihr euch nicht zu wundern, wenn immer weniger in die Kirche gehen“, sagt ein Mann zu seinem Pfarrer. „Wieso?“, fragt der bestürzt. „Als ich zum ersten Mal in die Kirche gebracht wurde, hat man mir Wasser ins Gesicht gespritzt. Das zweite Mal, bei meiner Firmung, hat man mir eine Ohrfeige gegeben. Beim dritten Mal hat man mir eine Frau angedreht. Jetzt reicht’s mir bald.“ „Tut mir leid“, sagt der Pfarrer, „aber beim letzten Mal werde ich noch mit Erde nach Ihnen schmeißen.“

Texte aus: Der klerikale Witz. Hrsg. H. Bemmann
dtv. München, 7. Aufl. 1983